Genf. Weltweit will Volvo 2020 einen Jahresabsatz von 800.000 Fahrzeugen erzielen. 2014 waren es 465.866 Einheiten, ein Plus von 8,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 2015 will die Marke auf 500.000 Verkäufe kommen. Das eingeschränkte Angebot im Motorenbereich möchte Volvo unterdessen nicht durch Zukäufe erweitern. „Wir haben uns auf den Vierzylinder viel früher festgelegt als andere Hersteller, und zwar aus gutem Grund“, sagte Samuelsson. Auch die Verschiebungen im Verbrauchs- und Emissionsverhalten durch die Einführung des neuen internationalen Fahrzyklus WLTP spreche für die sparsamen Vierzylinder. „Man erreicht heute mit einem Sechszylinder nicht mehr als mit einem Vierzylinder“, betonte auch Entwicklungschef Peter Mertens. „Wir sind inzwischen zu 100 Prozent Volvo und wollen das auch bleiben. Deshalb haben wir kein Interesse an Fremdaggregaten.“
Amerika-Chef
Volvo erwägt eigene Fertigung in den Vereinigten Staaten
Volvo erwägt bei einem Erfolg seiner Neustrukturierung in Nordamerika eine lokale Fertigung in den USA. Ende Januar hatte der Vorstandsvorsitzende Hĺkan Samuelsson seinen Vize, den Strategiechef Lex Kerssemakers, zum neuen Amerika-Chef gemacht. „Der US-Markt ist extrem wichtig für uns. Wir wollen dort so schnell wie möglich auf 100.000 Einheiten kommen und die Marke neu aufbauen“, sagte Samuelsson in Genf der Automobilwoche. „Dann ist der Zeitpunkt gekommen, um über eine Produktion vor Ort nachzudenken.“ 2014 hatte Volvo in den USA nur noch 56.000 Autos verkauft, ein Minus von sieben Prozent.