Schweinfurt. Am ZF-Standort Schweinfurt soll bis zum Jahr 2022 die Produktion von konventionellen Stoßdämpfern eingestellt werden. Nach Angaben des Zulieferers werden in den kommenden sieben Jahren circa 1400 Stellen gestrichen. Allerdings werde es keine Entlassungen geben. Sozialverträgliche Lösungen wie beispielsweise Altersteilzeit sind im Gespräch. In Schweinfurt gilt bis 2022 für die Mitarbeiter eine Beschäftigungssicherung.
Abschied in Raten für Stoßdämpferfertigung
Die Friedrichshafener begründen den Schritt damit, dass sich die Stoßdämpferproduktion am Standort Schweinfurt nicht wettbewerbsfähig realisieren lasse. Im Gespräch ist die Verlagerung der Stoßdämpferproduktion an andere deutsche Standorte des Zulieferers, aber auch ins Ausland.
Der Konzern vom Bodensee will sich in Schweinfurt auf den Bereich Antriebsstrang konzentrieren. Die Bereiche Entwicklung und Vertrieb von konventionellen Stoßdämpfern sollen in Schweinfurt jedoch erhalten bleiben. Zudem gebe es Pläne, am Standort auch Komponenten aus dem Bereich Elektromobilität herzustellen. Insgesamt sind an dem unterfränkischen Standort rund 8500 Mitarbeiter beschäftigt.
Michael Hankel, ZF-Produktionsvorstand, hatte in Schweinfurt auf einer Betriebsversammlung über den geplanten Schritt informiert. Nach der ZF-Aufsichtsratssitzung Mitte Oktober werden weitere Details erwartet.