München. "Europa ist sehr wichtig für Qoros. Aber vorerst ist unser Hauptaugenmerk auf China gerichtet, wo wir in das zweite Verkaufsjahr gehen", sagte ein Qoros-Sprecher. Absatzziele nannte er nicht. Man wolle zwar weiterhin in Europa Fuß fassen.
Von einem breiten Markteintritt in ganz Europa ist jedoch keine Rede mehr. Noch im vergangenen Sommer hatte Vertriebschef Stefano Villanti erklärt, man wolle künftig zehn Prozent der Produktion in Europa verkaufen. In Genf ist Qoros erneut vertreten und präsentiert das neue Qoros 3 City-SUV und das Konnektivitätssystem QorosQloud 2.0.
Im September 2013 hatte Qoros einen europäischen Handelsstützpunkt in der slowakischen Hauptstadt Bratislava eröffnet. Investor ist die zur niederländischen AutoBinck-Gruppe gehörende Auto Palace Group. Weitere Händler sind seither nicht dazugekommen. In China hatte Qoros 2014 lediglich 7000 Autos verkauft. Daraufhin musste Guo Qian den Chefposten für den GM-Manager Phil Murtaugh räumen. Qoros wolle sich künftig nicht auf das Kompaktsegment beschränken, sagte der Sprecher. „Wir schauen uns derzeit verschiedene andere Segmente an, die für Qoros attraktiv sein könnten.“