Nürnberg. Bei den elektrifizierten Antrieben hat der Zulieferer Continental zwei Bereiche im Fokus. Zum einen Fahrzeuge mit Plug-in-Hybrid, die auf kurzen Strecken rein elektrisch bewegt werden können, zugleich aber Fahrten ohne Reichweiteneinschränkung ermöglichen. Zum anderen Fahrzeuge mit Hybridsystemen auf 48-Volt-Basis. "Denn diese Technologie lässt sich mit relativ geringem Aufwand in die Architektur konventionell angetriebener Fahrzeuge integrieren und führt zu deutlichen Kraftstoffeinsparungen bei akzeptablen Kosten", erklärt Bernd Mahr, Leiter des Geschäftsbereichs Hybrid Electric Vehicle, der zur Continental-Division Powertrain zählt.
"Unser 48 Volt Eco Drive basiert zum großen Teil auf Erfahrungen, die wir bei der Entwicklung der Leistungselektronik gesammelt haben", so Mahr. Insbesondere eigne sich die Technologie "für kleinere Fahrzeuge, die sehr preissensitiv sind und wo es sich kaum lohnt, ein großes Batteriepaket – wie es im Vollhybriden zum Einsatz kommt – unterzubringen".
Für den Mildhybrid habe man "mehrere Kundenaufträge aus Europa, Nordamerika und Asien", sagt Mahr. 2016 erfolgt der Serienstart. Zum möglichen Umsatzpotenzial will er aber keine Angaben machen. Wettbewerber wie Bosch, Delphi, Denso, Johnson Controls oder Valeo setzen auf ähnliche Lösungen.