München. Die Formensprache des XC90 stehe außen wie innen für alle neuen Volvo-Modelle der nächsten Jahre, betonte Ingenlath. Dazu gehöre auch das neu gestaltete, T-förmige Tagfahrlicht, intern „Thors Hammer“ genannt. Es sei eine besondere Herausforderung gewesen, die klassischen Markenwerte von Volvo aufzugreifen und zugleich ein modernes und begehrenswertes Design zu schaffen. „Die Käufer im Segment der großen SUVs sind eher konservativ. Sie legen Wert auf Seriosität und Solidität. Diese Botschaft muss auch das Design vermitteln“, sagte Ingenlath. Volvo setze auf Entspannung, nicht auf Anspannung: „Viele Wettbewerber versuchen, immer mehr Härte in das Automobildesign zu bringen. Wir gehen in die andere Richtung.“ Skandinavisches Design stehe für Wärme und Behaglichkeit. Volvo experimentiere auch nicht mit modischen Trends: „Wir wollen nicht den kurzfristigen Hype, den netten Gimmick, sondern planen unsere designerische Reise langfristig.“ Das Volvo-Design habe schon immer für unaufgeregte, auf Understatement angelegte Formensprache gestanden. „Wir sehen unser Design als Kontrapunkt zu vielen modischen Erscheinungen gerade auch im SUVBereich, wo modische Experimente en vogue sind.“
Volvo
Auszeichnung für schwedisches Flaggschiff
Volvos neues Flaggschiff XC90 erhielt jüngst den renommierten Red Dot Award für wegweisende Gestaltung im Produktdesign. Chefdesigner Thomas Ingenlath sieht dadurch den eigenständigen Stil der Schweden bestätigt. „Der XC90 ist die neue Ikone von Volvo. Er ist ein Aufbruch in eine neue Ära der gesamten Marke, aber ebenso die Brücke zur Vergangenheit. Das wollten wir auch auf der Straße sichtbar machen“, sagte er im Gespräch mit der Automobilwoche.