Hannover. Er verweist dabei auf die anhaltend niedrigen Rohstoffpreise, die zu einem deutlichen Investitionsrückgang in der Bergbauindustrie geführt hätten. Wente übergibt nach 40 Jahren bei ContiTech zum 1. Mai den Chefposten an den Vorstandskollegen und Leiter des Geschäftsbereichs Transportbänder, Hans-Jürgen Duensing. Belastet wurde das Ergebnis des Zulieferers aus Hannover auch durch Kosten für die Vorbereitung der Veyance-Integration. Anfang 2015 hatte ContiTech den US-Kautschukspezialisten mit einem Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro übernommen. Damit setzt ContiTech nun fast ein Drittel auf dem amerikanischen Kontinent um. Der Anteil der Industriegeschäfte kletterte von 42 auf 54 Prozent. Von der Veyance-Integration erwartet sich Wente in den nächsten drei bis vier Jahren ein Synergiepotenzial von mindestens 75 Millionen Euro. Um den Kauf abzuschließen, muss ContiTech aber noch Auflagen verschiedener Kartellämter erfüllen und sein Luftfedergeschäft in der Region NAFTA sowie das Stahlseilgurtgeschäft in Brasilien mit insgesamt rund 100 Millionen Euro Umsatz verkaufen. Laut Wente ist das Unternehmen bei den Verkaufsgesprächen „auf einem guten Weg“. Die Verkäufe sollen noch im Jahresverlauf abgeschlossen werden.
ContiTech
Kleine Sorgenfalten
Die Continental- Tochter ContiTech hat das Geschäftsjahr 2014 nahezu unverändert gegenüber 2013 mit 3,9 Milliarden Euro Umsatz abgeschlossen. Die Umsatzrendite lag mit 11,0 Prozent 0,9 Prozentpunkte unter dem Wert von 2013. Das niedrigere operative Ergebnis führt der scheidende ContiTech- Chef Heinz-Gerhard Wente vor allem auf den Rückgang im Transportbandgeschäft zurück.