Hannover. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil sagte: "Die Diskussion der vergangenen zwei Wochen ist schädlich gewesen für Volkswagen." Es habe eine Flut von Personaldebatten gegeben. "Das Präsidium (des Aufsichtsrates) musste deshalb die notwendige Klarheit schaffen."
Zur Berufung des Stellvertretenden Vorsitzenden Berthold Huber zum kommissarischen Aufsichtsratschef sagte Weil: "Es war der Wunsch der Anteilseigner, dass Berthold Huber nun zunächst kommissarisch die Führung der Geschäfte des Aufsichtsratsvorsitzenden übernimmt. Er hat dabei die ausdrückliche Unterstützung der Anteilseigner."
Auf die Frage zur künftigen Führungskultur bei VW sagte Huber: "Ich habe keinen fertigen Plan, sonst könnte man mir eine Absicht unterstellen. Uns ging es darum, den Konflikt aus dem Weg zu räumen."
Huber sagte weiter: "Wir gehen davon aus, dass Herr Piëch mit seinen Anteilen nicht Volkswagen schädigen will, das ist ja sein Lebenswerk."
Weil sagte weiter: "Ich bedauere (...) den Rücktritt von Ferdinand Piëch, der allerdings am Ende unausweichlich gewesen ist." Weil würdigte Piëchs Lebensleistung: "Ohne zu übertreiben, ist festzustellen, dass er eine der bedeutenden Persönlichkeiten der bundesdeutschen Wirtschaftsgeschichte ist."