München. Bosch dominiert die weltweite Zulieferindustrie immer stärker. Im Ranking der größten Lieferanten in der automobilen Erstausrüstung haben die Schwaben im Jahr 2014 ihren Vorsprung weiter ausgebaut. Sie liegen nun mit 44,2 Milliarden Dollar Umsatz deutlich vor Magna International, einem Anbieter von Interieur- und Exterieurkomponenten sowie Karosserie- und Fahrwerksystemen. Die Kanadier haben 2014 gut 36 Milliarden Dollar Umsatz erzielt. Rang drei belegt der Continental-Konzern, der mit Bremsen, Stabilitätsmanagement, Reifen und elektronischen Sicherheitssystemen 34,4 Milliarden Dollar Umsatz erreicht hat.
Die Spitzengruppe wird aber wohl schon im nächsten Ranking anders zusammengesetzt sein. Nach der Übernahme des US-Zulieferers TRW Automotive drängt mit ZF Friedrichshafen ein weiteres deutsches Unternehmen nach vorn. Addiert man die Umsätze des vergangenen Jahres von ZF und TRW Automotive, dann käme die „neue“ ZF bereits auf einen Umsatz von 38,4 Milliarden Dollar und wäre damit erster Bosch-Jäger.
Effizienz, Sicherheit und automatisiertes Fahren sind die strategischen Themenschwerpunkte des Produktprogramms, das sich die Friedrichshafener nach dem spektakulären Zukauf auf die Fahne geschrieben haben. Am 15. Mai 2015 wurde die Übernahme des US-Unternehmens abgeschlossen, TRW wird seither als fünfte Division innerhalb des ZF-Konzerns geführt.