Brühl. Beim jüngsten Automobilwoche Award Autohandel (Triple A) fiel den Testern beim Mystery Shopping die deutliche Verbesserung von Nissan auf. Der Autohersteller hat es in diesem Jahr auf Platz zwei im Ranking der Volumenmarken geschafft, womit er zugleich bester Importeur ist. Zum ersten Mal seit neun Jahren kam Nissan damit aufs Treppchen (Automobilwoche 16/2015).
„Wir ernten jetzt die Früchte einer intensiven Arbeit mit unserer Verkaufsorganisation“, sagt Nissan-Deutschland-Chef Thomas Hausch. An erster Stelle stehe dabei der Dialog mit den Händlerbetrieben. Auch sei der Außendienst gestärkt worden. Die Zahl der Mitarbeiter wurde hier von 15 auf 22 erhöht. Und nicht zuletzt hat auch die Nissan-Bank nun einen eigenen Außendienst, den es zuvor nicht gab. „Das war ein großer Kritikpunkt im Handel, den wir abgestellt haben“, sagt Hausch.
Eine Konsequenz aus dem Dialog mit dem Handel ist das „Patenschaftssystem“ für bestimmte Händlergruppen. Jedes Mitglied der Geschäftsführung des Importeurs verpflichtete sich, regelmäßig mit Geschäftsführern über deren Strategie zu sprechen. Auch Hausch war dabei. Die zusätzliche Beratung haben einerseits Autohäuser mit überdurchschnittlich guter Performance erhalten, andererseits solche, die deutlich unterdurchschnittlich performten.
Inzwischen bekommen viele weitere Nissan-Partner die intensive Dauer-Beratung, intern „dealer assessment coaching“ genannt. Dabei werden ähnlich wie beim Patenschaftsprogramm 30 Prozent der besten und zehn Prozent der schwächsten Betriebe von externen Beratern geschult.