Hamburg. Der Abgas-Skandal ist schlecht für das Image des Dieselantriebs - und gut für die Einstellung zur Elektromobilität und zu alternativen Antrieben. Diese Vermutung hat jetzt eine Studie des Hamburger Marktforschungs-Instituts Dr. Grieger & Cie. bestätigt.
Basis ist eine repräsentative Befragung von 1028 in Deutschland lebenden Personen. 505 davon erhielten vor dem Beginn der Befragung Informationen zum Diesel-Skandal, der Rest jedoch nicht.
Den Marktforschern zufolge gaben 96,9 Prozent aller Befragten an, sie könnten es sich "vorstellen", bei einem Carsharing-Auftrag ein Elektrofahrzeug zu nutzen. Befragte, die zu Beginn der Befragung auf den Abgas-Skandal bei VW hingewiesen wurden, zeigten hierbei eine verstärkte Neigung zum alternativen Antrieb. Bei Interesse, Anschaffungs- und Kaufabsicht hinsichtlich eines Elektroautos lagen die Angaben dieser Personengruppe durchweg leicht höher als bei Personen, die vorab nicht auf das VW-Debakel hingewiesen wurden.
74,9 Prozent aller Befragten erklärten, der Diesel-Skandal löse bei ihnen negative Emotionen aus. Und immerhin noch 38,6 Prozent gaben an, sie würden ernsthaft die Anschaffung eines E-Autos erwägen.