München. Adam ist noch nicht sehr lange da, aber die Kollegen akzeptieren ihn trotz seiner langweiligen Art. Der Industrieroboter steht bei Audi Ingolstadt in der Montage des A4. Am Ende seines orangefarbenen Greifarms sitzt ein Saugnapf, mit dem er aus einer Kiste Ausgleichsbehälter für Kühlmittel fischt und sie Emil Betz im richtigen Takt anreicht. "Adam erleichtert mir meine Arbeit", sagt Betz. Kommt der Mensch dem Roboter zu nahe, schaltet dieser sofort in den Ruhemodus.
Intelligente Maschinen sind in den Fabriken längst selbstverständlich. Im Jahr 2015 hat die Zahl verkaufter Industrieroboter nach Angaben des Roboterverbands IFR erstmals die Marke von 240.000 geknackt. Das entspricht einer Zunahme von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bis zum Jahr 2018 sollen laut IFR weitere 1,8 Millionen Roboter ihre Arbeit aufnehmen. Treiber dieser Entwicklung ist die Automobilindustrie, wo der Grad der Automatisierung von Jahr zu Jahr steigt.