Stuttgart. Das Thema Batteriezellproduktion ist ein Dauerbrenner in der Automobilindustrie. Und kaum eine Woche vergeht, in der nicht eine eigene Fertigungsstätte in Deutschland gefordert wird. Jüngstes Beispiel dafür ist der Gewerkschafter Roman Zitzelsberger. "Mit Blick auf steigende Elektromobilitätszahlen ist das eine industriepolitische Notwendigkeit", sagte der Bezirksleiter der IG Metall in Baden-Württemberg laut Mitteilung. Eine solche Fabrik garantiere den heimischen Autoherstellern die ausreichende Versorgung mit qualitativ hochwertigen Komponenten, schaffe Arbeitsplätze und sichere dem Standort langfristig die Technologieführerschaft bei alternativen Antrieben.
Zitzelsberger reiht sich damit ein in eine lange Liste von Befürwortern. Angeführt wird sie von den einflussreichen Betriebsratschefs der großen Automobilunternehmen wie VW, Daimler oder BMW – und sie reicht bis hin zu Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD). Die Argumente gleichen sich dabei. "Die deutsche Automobilindustrie darf sich nicht für alle Zukunft in Abhängigkeit von Unternehmen in Asien begeben", sagten etwa Michael Brecht (Daimler), Bernd Osterloh (VW) und Manfred Schoch (BMW) als Reaktion auf die Vorstellung des Fahrplans für eine Batteriezellproduktion der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE) im März dieses Jahres.