Stuttgart. Der Vorstand des Daimler-Konzerns hat die Belegschaft zum Ende der Woche mit deutlichen Worten auf die anhaltende Autokrise und eine mögliche Verschärfung der Situation im kommenden Jahr eingestimmt. Im Rahmen der traditionellen "Weihnachtsgrüße des Vorstands", die Automobilwoche zugespielt wurden (siehe Dokument im Anhang), stellt Zetsche unmissverständlich fest: "Wir stehen vor der größten Bewährungsprobe, die unsere Branche und unser Unternehmen je erlebt haben".
Die möglichen Konsequenzen stellen Zetsche und seine Kollegen aus dem Topmanagement in ihrer wenig frohen Botschaft zum Fest eindringlich dar: "Grundsätzlich muss in einer solchen Situation alles auf den Prüfstand", heißt es in dem "Brandbrief" der Stuttgarter. "Dies gilt für die kleinen Kosten genauso wie für die großen Investitonen". Das Fazit der Daimler-Oberen: "Der Weg, der vor uns liegt, ist schwierig". Dennoch, so fordern die Herren im Schlussabsatz, sollten sich die Beschäftigten des Weltkonzerns "von den bevorstehenden Herausforderungen die Weihnachstzeit nicht verderben" lassen – und die Betriebsruhe nutzen, "um Ihren Akku wieder aufzuladen".