Wolfsburg. Die Volkswagen AG steht offenbar in Verhandlungen mit dem DaimlerChrysler-Manager Wolfgang Bernhard. Wie aus vorstandsnahen Kreisen verlautet, will Konzernlenker Bernd Pischetsrieder den früheren Chrysler-Vize mit einer neu zu schaffenden Topposition bei der Hauptmarke Volkswagen nach Wolfsburg locken. Bei Mercedes war Bernhard als designierter Nachfolger von Markenvorstand Jürgen Hubbert am Widerstand der Arbeitnehmervertreter gescheitert. VW-Betriebsratschef Klaus Volkert hingegen schließt eine Verpflichtung des als knallharter Sanierer bekannten Ex-McKinsey-Mannes nicht aus: "Wenn es zu einem Vertragsabschluss mit VW käme", so Aufsichtsratsmitglied Volkert gegenüber Automobilwoche, "hätte ich keinerlei Vorbehalte gegen Herrn Bernhard."
Die Neuordnung im Vertrieb, die VW in der vergangenen Woche ankündigte, gilt intern nur als Übergangslösung. So wird Stefan Jacoby, der nun auf Konzernebene auch das Marketing koordiniert, bereits als Nachfolger für Strategievorstand Jens Neumann gehandelt.
Volkswagen-Markenvorstand Detlef Wittig, der auf Wunsch des VW-Aufsichtsratsvorsitzenden Ferdinand Piëch an die Spitze der Konzerntochter Skoda wechselt, soll mit seinem Vertrauten Fred Kappler die Verkaufszahlen der tschechischen Marke erhöhen.