Berlin. Die deutsche Automobilindustrie muss sich nach Ansicht von VW-Chef Martin Winterkorn im kommenden Jahr auf eine Verschärfung der Konjunktur- und Absatzkrise einstellen. „2009 wird ein schwieriges, wahrscheinlich sogar ein sehr schwieriges Jahr“, sagte der Konzernlenker beim Kongress der Automobilwoche in Berlin. Die Finanzkrise, so Winterkorn, sei „mit voller Wucht“ nun auch in der Realwirtschaft angekommen. Umso wichtiger sei daher nun, „dass die Banken den Mittelstand wieder ausreichend mit Kapital versorgen“. Eine „gefährliche Kredtitklemme“ gelte es mit allen Mitteln zu vermeiden.
Hersteller, Zulieferer und Handel müssten sich auf eine „längere Durststrecke“ einstellen, wobei derzeit eine vernünftige Prognose über die Dauer der Krise und die weitere Entwicklung des Fahrzeuggeschäfts nicht möglich sei. Dennoch zeigte sich Winterkorn optimistisch, dass VW gestärkt aus der Krise hervorgehen werde. Gemeinsam mit seinen Zulieferern, so die Begründung, sei der VW-Konzern technologisch für die Herausforderungen der nahen Zukunft wie für langfristige Entwicklungsprojekte gut aufgestellt. Bei „Prozessen und Produktivität“ habe VW seine „Hausaufgaben“ gemacht. Zudem verfüge das Unternehmen über „starke Marken“.