Berlin. Volker Borkowski, Vorstandvorsitzender der AVAG Holding, sieht seine Handelsgruppe gut für neue Märkte und Marken gerüstet: "In Deutschland, Österreich und Kroatien sind wir gut besetzt – ein Wachstum in den bestehenden Fabrikaten ist kaum mehr gewünscht", sagte Borkowski am Donnerstag auf dem fünften Automobilwoche-Kongress in Berlin. Aus logistischen Gesichtspunkten wären angrenzende Märkte wie Tschechien oder die Slowakei durchaus interessant, in Hinblick auf die Wachstums- und Profitabilitätssicht spielen die USA, China und Russland eine große Rolle – allerdings gebe es bei allen Wachtumsgedanken "stets Pros und Cons", die es zu beachten gelte.
Die AVAG-Holding mit mittlerweile 129 Standorten konzentriert sich bisher ausschließlich auf den Volumenmarkt (Opel, Ford, Toyota, Nissan, Chevrolet). Darüber hinaus mache man sich immer mal wieder Gedanken über einen europäischen Hersteller. Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen. "In Summe stehen wir eigentlich ganz gut da, in den vergangen Jahren haben wir uns ganz gut nach vorne entwickelt", so Borkoswki. Seit 1995 sei die AVAG-Holding permanent durchgängig im Plus, zuvor habe man aber auch einige Hausaufgaben erledigen müssen.
"Die administrativen Anforderungen sind teilweise geschäftsverhindernd, geschäftsbehindernd in jedem Fall!“ klagt Borkoswki. Hauptaufgabe der AVAG ist daher die Entlastung und Unterstützung der Partnerbetriebe. Dabei setzt die Gruppe auf vor Ort beteiligte Geschäftsführer, die vertriebsorientiert sein sollten. "Den Verwalter als Geschäftsführer wollen wir nicht", macht Borkowski klar.