Johannesburg. In den USA scheint der Streik bei General Motors beendet - doch die Werke von DaimlerChrysler- und VW in Südafrika produzieren derzeit nicht: Die Produktion der deutschen Autohersteller in Südafrika liegt wegen eines Tarifstreits in der südafrikanischen Zulieferindustrie lahm. Betroffen sind unter anderem die Werke von VW in Uitenhagen und von DaimlerChrysler in East London - seit zwölf Tagen geht dort nichts mehr. Das BMW-Werk in Rosslyn steht aus betriebsinternen Gründen still, berichtet die "Frankfurter Rundschau" in ihrer Onlineausgabe.
"In einem global umkämpften Sektor ist es sehr wichtig, dass wir unser Ansehen als vertrauenswürdige Exporteure nicht verspielen", sagte dem Bericht zufolge ein südafrikanischer VW-Sprecher. Durch den Streik rechnet Volkswagen of South Africa einem Bericht von n-tv zufolge mit Konsequenzen: Wenn die Exportverträge verloren gingen, so der geschäftsführende Direktor von Volkswagen of South Africa, David Powels, müssten 36.000 Autos aus dem Plan für die Jahresproduktion für 2008 und darüber hinaus gestrichen werden.
Falls der Streik noch länger anhalte, könnte er auch für andere Produktionsstandorte in aller Welt "riesige negative Konsequenzen" haben, sagte Nic Vermeulen, Direktor der Nationalen Vereinigung der Automobilhersteller in Südafrika. Südafrikanische Zulieferer exportieren dem Bericht zufolge Fahrzeugteile in insgesamt 129 Länder.