Wolfsburg. Im Kampf gegen rückläufige Absatzzahlen greift der VW-Konzern zu immer kostspieligeren Verkaufshilfen. So erhalten Vertriebspartner, die einen Neuwagen des Typs Passat an den Mann bringen, nun eine "Händlerprämie" in Höhe von 1.500 Euro. "Bei der derzeitigen Marktsituation mit zunehmendem Druck durch den Wettbewerb unterstützen wir Sie mit dieser kurzfristigen Maßnahme bei Ihren Verkaufsaktivitäten", heißt es in einer internen Erläuterung. Die "Eroberungsaktion" gilt zunächst bis Ende Mai für die "Inzahlungnahme von Pkw aller Fremdmarken außer Audi, Skoda und Seat". "Derzeit gebietet die schwache Autokonjunktur neue Incentives", so ein VW-Sprecher gegenüber Automobilwoche. Als "unterstützendes Angebot" für die "Auslaufphase" der Volumenbaureihe Golf/Bora hat VW "Sonderfinanzierungsaktionen mit Top-Konditionen" ab 0,9 Prozent Jahreszins aufgelegt.
Dem schleppenden Verkauf des Phaeton sollen Dieselmotoren Schwung verschaffen. Ab dem 4. April ist die Luxuslimousine mit V-10-TDI-Aggregat und 313 PS zu haben. "Beim Geländewagen Touareg liegt die Nachfrage für den großen Diesel weit über unseren Erwartungen", so VW-Vertriebschef Robert Büchelhofer. "Auch beim Phaeton wird der Zehnzylinder sehr stark sein." Mit einem Grundpreis von immerhin 82.600 Euro jedoch kommt der V10-Phaeton für viele Firmenflotten nicht in Betracht. Daher soll das Auto im nächsten Jahr auch mit einem günstigeren Sechszylinder-Diesel erhältlich sein. Als Favorit gilt ein von Audi entwickelter Selbstzünder mit drei Litern Hubraum.