Berlin. Die Nutzfahrzeugtochter von Volkswagen setzt beim Pickup Amarok auf neue Wege der Beschaffung. Das in Argentinien produzierte Auto für Schwellenländer, das auch in Osteuropa verkauft werden soll, gilt bei den Hannoveranern als Hoffnungsträger. Es ist neben Caddy, dem Transporter T5 und dem Crafter die vierte Baureihe der VW-Tochter. Trotz steigenden Kostendrucks dürfe es keine Abstriche bei den Qualitätsstandards geben, erklärte Große-Loheide beim Automobilwoche Kongress 2009 in Berlin. Auch beim Amarok sei es wichtig, dass der Know-how-Transfer zu neuen lokalen Lieferanten gewährleistet sei.Das gelte vor allem bei der angestrebten Erhöhung des Local Contents. Vor Ort zugekaufte Lieferteile sichern das Unternehmen gegen Währungsschwankungen ab.
Volkswagen will noch in diesem Jahr in Argentinien mit der Herstellung des Amarok beginnen. Ziel sei es, den Pritschenwagen vom ersten Quartal 2010 auf die internationalen Märkte zu liefern. Vor allem soll er nach Südamerika, Deutschland, Südafrika und Australien verkauft werden. Der Autohersteller habe in die Produktion des neuen Modells rund 230 Millionen Euro (1,3 Milliarden Peso) investiert. Der Wagen soll mit Pickups von Toyota und Nissan konkurrieren.
Der Amarok soll im Dezember debütieren und wird mit Benzindirekteinspritzern und Dieselmotoren offeriert. In der Dieselversion soll er eine Reichweite von 1000 Kilometern erreichen. Auch eine Allradversion mit ABS und ESP soll angeboten werden. Eine Berganfahrhilfe gehört ebenfalls zum Ausstattungspaket.