Wolfsburg. Die Markteinführung des neuen Kleinwagens von Volkswagen wird sich bis zu fünf Monate verzögern und erst im Jahr 2011 beginnen. Der Grund für den späteren Start des Up ist die Entscheidung für einen Front- statt für den ursprünglich geplanten Heckmotor. Volkswagen-Chef Martin Winterkorn bestätigte der Fachzeitschrift Automotive News Europe (ANE), dass der Up mit Frontmotor kommen wird. "Unsere Ingenieure haben zwar den Heckmotor favorisiert und bis zum Ende für diese Lösung gekämpft”, sagte Winterkorn der ANE. Letztlich sei die Entscheidung aber unter Kostenaspekten für die Front-Variante gefallen. Mit dem Frontmotor könnten beim Up wesentlich mehr Komponenten mit anderen VW-Modellen wie beispielsweise dem Polo ausgetauscht werden.
Mit einem Heckmotor würden die Insassen zwar mehr Platz gewinnen, dabei würden sich die geplante Kombi- und Minivan-Variante anbieten. Allerdings wäre ein Heckmotor zugleich für eine Limousine deutlich komplizierter, auch die Kühlung sei dabei problematischer, zitiert die ANE eine Quelle bei VW. Volkswagen will alle Varianten des Up anbieten, zugleich planen die Konzerntöchter Skoda und Seat eigene Modelle des Kleinwagens aus der so genannten New Small Family.
Insgesamt sollen davon rund 500.000 Einheiten jährlich in Europa, den Schwellenländern und möglicherweise auch in den USA verkauft werden. Ursprünglich sollte der Wagen bereits ab 2010 verfügbar sein. Die Verspätung bedeutet zugleich auch, dass der Up wesentlich später als andere Kleinwagen verfügbar sein wird. Der IQ von Toyota soll ab Frühjahr 2009 angeboten werden, der Fiat Topolino gegen Ende nächsten Jahres. Beide Autos werden ebenfalls über Frontmotoren verfügen.