Wolfsburg. Der Vorstand der Volkswagen AG will das Dienstleistungsangebot der so genannten Autostadt überarbeiten, um Kapazitätsengpässe in dieser Serviceeinrichtung zu vermeiden. Vor allem die hohe Zahl der Selbstabholer von VW-Neuwagen, derzeit durchschnittlich mehr als 600 pro Tag, hatte die Belegschaft der Autostadt in jüngster Zeit an die Grenzen der Belastbarkeit geführt. Viele Kunden reagierten verärgert auf Wartezeiten von mehreren Wochen bei der Auslieferung.
Wie Automobilwoche aus Unternehmenskreisen erfuhr, sollen VW-Händler künftig spezielle Autostadt-Pakete schnüren können, damit der Andrang auf die Markenpavillons der Austellung und die gastronomischen Einrichtungen besser entzerrt werden kann. So sollen Fahrzeugkäufer, die sich allein für die Abholung ihres Neuwagens und ausdrücklich nicht für das Entertainment-Programm der Autostadt interessieren, demnächst von günstigeren Preisen und einer beschleunigten Abwicklung der Übergabe profitieren. Zudem könnte in den inzwischen leer stehenden Räumlichkeiten eines früheren VW-Call-Centers möglicherweise ein zusätzliches Restaurant für Besucher der Autostadt entstehen.