Hamburg. Der Volkswagen-Konzern hat die technischen Möglichkeiten seiner Internet-Plattform "VW Group Supply.com" vorgestellt. Vor rund 50 Bankanalysten und Vertretern der Presse erläuterten die Vorstandsmitglieder Jens Neumann, zuständig für den Geschäftsbereich Konzernstrategie, Treasury, Recht, Organisation, und Francisco Javier Garcia Sanz, verantwortlich für den Geschäftsbereich Beschaffung, ihre Erwartungen an jenen "virtuellen Marktplatz" (Neumann), mit dessen Aufbau das Unternehmen im April des vergangenen Jahres begonnen hatte.
"Im globalen Wettbewerb sind Information und Kommunikation immer wichtigere Wettbewerbsfaktoren", so Neumann, "der problemlose Zugang zu Informationen durch die Vernetzung aller am Geschäftsprozess Beteiligten wird zum Schlüsselfaktor des Erfolgs".
Dieser Einsicht folgend hat der VW-Konzern - zusammen mit Technologiepartnern wie IBM und Hewlett Packard sowie den Consultants des Beratungshauses A. T. Kearney - einen so genannten B2B-Marktplatz (Business to Business; d. Red.) namens "VW Group Supply.com" initiiert.
Zu dessen bereits existenten "und erprobten Anwendungen" (Garcia Sanz) zählen unter anderem ein Prozess für die digitale Durchführung von Ausschreibungen und Angebotsauswertungen, ein System zur Ermittlung von Produktionsanforderungen in Echtzeit und die Web-basierte Abfrage von Normen und Richtlinien der Volkswagen-Gruppe durch Zulieferer.
Seit Januar 2001 bis zum Monat November hat der VW-Konzern rund 600 Verhandlungen über Belieferungen im Wert von 12 Milliarden Euro mit mehr als 4.000 Lieferanten mittels der neuen Internet-Plattform durchgeführt.
"Zukünftig" so Neumann, "soll fast das gesamte Beschaffungsvolumen von über 50 Milliarden Euro (pro Jahr; d. Red.) unserer acht Marken über ´VW Group Supply.com´ abgewickelt werden.
Antworten auf Fragen zur bevorstehenden Aufsichtsratssitzung des VW-Konzerns, in der die strategische Neuordnung des Unternehmens verabschiedet werden soll, lehnte Neumann kategorisch ab.