New York/Detroit. Einige deutsche Autobauer konnten ihre Verkaufsergebnisse in den USA im November gegenüber dem Vorjahresmonat steigern. Bei Daimler betrug die Steigerung gut neun Prozent gegenüber dem schwachen Vorjahresmonat ist. Das Plus ging dabei allein auf die Kernmarke Mercedes-Benz zurück, wie aus der Unternehmensmitteilung vom Dienstag hervorgeht. Der Absatz der Kleinwagenmarke Smart ging dagegen um fast zwei Drittel zurück. Vom Stadtflitzer wurden nur noch 649 Stück verkauft, nach fast 1900 im Vorjahresmonat. Von den Mercedes-Benz-Modellen kam besonders die neue E-Klasse gut an. Der Absatz dieser Baureihe wurde auf über 4800 Wagen mehr als verdoppelt. Seit Jahresbeginn lieferte die Pkw-Sparte von Daimler insgesamt rund 184.100 Autos in den USA aus. Dies entspricht einem Rückgang von 19,5 Prozent.
Volkswagen hat seinen Absatz in den USA den fünften Monat in Folge gesteigert. Die Verkäufe stiegen im November um 13,7 Prozent auf 16.250 Fahrzeuge. Nach elf Monaten liegt der Absatz mit 193.067 Stück trotz der Wirtschaftskrise in den USA nur noch 6,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. "Wir sind begeistert", sagte der US-Chef von VW, Mark Barnes.
Die Verkäufe von Porsche in Nordamerika stiegen um 18 Prozent auf 1626 Fahrzeuge. Besonders gut sei das neue viertürige Coupe Panamera angekommen. Im November wurden 366 Stück der erst Mitte Oktober in den Markt eingeführten neuen Baureihe verkauft. Wegen des erfolgten Modellwechsels lief auch die Mittelmotor-Baureihe mit dem offenen Boxster und dem Cayman wieder besser. Rückläufig war dagegen der Absatz des hochpreisigen 911er sowie des Geländewagens Cayenne.
BMW musste im November in den USA erneut einen Rückschlag einstecken. Wegen der Absatzschwäche bei der britischen Tochter Mini gingen die Verkäufe insgesamt um 7,5 Prozent auf 18.272 Stück zurück. Dabei erreichte die Kernmarke ein Plus von 3,2 Prozent auf 15.708 Wagen. Die Verkäufe der britischen Tochtermarke Mini brachen dagegen um fast 44 Prozent auf nur noch 2564 Fahrzeuge ein. Nach elf Monaten im laufenden Jahr liegt der BMW-Absatz auf dem für die Münchener wichtigen US-Markt mit 22,5 Prozent unter dem Vorjahr. Knapp 281.600 Fahrzeuge wurden zwischen Januar und November abgesetzt. Der US-Chef Jim O'Donnell äußerte sich zuversichtlich, der Markt für hochpreisige Premium-Fahrzeuge werde sich zu Beginn des nächsten Jahres erholen.