Detroit/ New York. Die deutschen Autobauer haben sich im Juli auf dem schwächelnden US-Markt mit unterschiedlichem Erfolg geschlagen. Insgesamt setzte sich der Trend zu kleineren, kraftstoffsperenderen Autos in den USA im vergangenen Monat fort. So hat BMW im Juli in den USA wegen Zuwächsen beim Mini mehr Autos verkauft als ein Jahr zuvor. Insgesamt seien 28.977 Pkw der Marken BMW und Mini verkauft worden, 2,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, teilte das Unternehmen mit. Dabei konnten starke Zuwächse beim Mini den leichten Rückgang bei der Marke BMW selbst mehr als ausgleichen. Der Kleinwagen legte um 24 Prozent auf 5.063 Neuwagen zu. Die Marke BMW selbst verkaufte mit 23.914 Autos dagegen 1,6 Prozent weniger als vor einem Jahr.
Bei Daimler hat auch der US-Absatz der Kernmarke Mercedes-Benz im Juli deutlich zugelegt. Insgesamt habe die Marke in dem Monat in den USA 20.733 Fahrzeuge verkauft, zwölf Prozent mehr als ein Jahr zuvor, teilte Daimler mit. Von dem in dem Land neu eingeführten Kleinwagens Smart verkaufte Daimler in dem Monat 2.559 Wagen. Insgesamt stieg der US-Absatz beider Marken damit auf 23.292 Fahrzeuge, ein Viertel mehr als ein Jahr zuvor.
Auch VW hat im Juli seinen Absatz in den USA gegenüber dem Vorjahr leicht erhöht. Insgesamt habe Volkswagen of America in dem Monat 20.442 Fahrzeuge der Marke VW verkauft, vier Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Vom wichtigsten Modell Jetta wurden 15 Prozent mehr verkauft. Beim bisher zweitwichtigsten Modell Passat brach der Absatz dagegen um 39 Prozent auf unter 2.000 Fahrzeuge ein. Sowohl der in den USA Rabbit genannte Golf als auch der New Beetle lagen damit deutlich vor dem Passat. Mark Barnes von der Führung von Volkswagen of America zeigte sich zufrieden mit den Verkaufszahlen. Im derzeit schwierigen Umfeld den Absatz zu erhöhen, sei ein großer Erfolg der Marke VW. In den ersten sieben Monaten lag der VW Absatz 1,1 Prozent über Vorjahresniveau.
Die VW-Tochter Audi dagegen hat im Juli in den USA weniger Autos verkauft. Insgesamt habe Audi of America in dem Monat 6.804 Fahrzeuge ausgeliefert, 4,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, teilte der Autobauer am Freitag in Herndon (Virginia) mit. Trotz des Rückgangs geht Audi von einer Erhöhung des Markteinteils aus. Porsche hat im Juli in Nordamerika erneut weniger Autos verkauft. In den USA und Kanada habe Porsche in dem Monat 3.273 Fahrzeuge verkauft, vier Prozent weniger als ein Jahr zuvor, teilte das Unternehmen am Freitag in Stuttgart mit. Während der Cayenne um 20 Prozent auf 1.002 Auslieferungen nachgab, legten 911er und Boxster zu: Der 911er um drei Prozent auf 1.120 Fahrzeuge, der Boxster um sechs Prozent auf 1.151 Wagen.