Washington. In den USA, wo traditionell sehr große Fahrzeuge gefahren werden und Kleinstfahrzeuge nach europäischem Geschmack nur langsam ihre Nische erobern, ist eine Diskussion über die Sicherheit von Pkw wie dem Smart Fortwo, dem Toyota Yaris und dem Honda Fit entbrannt. Anlass ist eine Studie des Instituts for Highway Safety (IHS), das diese drei Modelle mit 40 Kilometer pro Stunde frontal mit einem mittelgroßen Fahrzeug gecrasht hat. Das Ergebnis: In allen drei Kleinstfahrzeugen besteht für die Fahrer ein hohes Risiko am Kopf oder den Beinen verletzt zu werden - selbst wenn die Airbags funktionieren. "Die Größe ist noch immer ausschlaggebend," kommentierte Adrian Lund, Präsident der non-profit Organisation. Obwohl die Kleinfahrzeuge viel sicherer seien als vor wenigen Jahren, würden die Fahrzeuge dieses Segments vergleichweise schlecht die Insassen bei Crashes schützen. Deshalb empfiehlt die IHS, deren Studie von US-Versicherern bezahlt wurde, den Kauf von etwas größeren Autos mit besserer Sicherheit. Konkret genannt wurden der VW Jetta Diesel, der Toyota Camry und der Ford Fusion Hybrid. Außerdem kämen verschiedene Modelle beim Verbrauch schon sehr nahe an den der Minis heran.
Die betroffenen Hersteller haben unisono hervor, dass die Testbedingungen wenig praxisnah seien und deshalb kaum Aussagen über die tatsächliche Sicherheit der Fahrzeuge gemacht werden könnten. Die Schwere der Crashs kommen in der Praxis kaum vor, wie der US-Importeur von Smart in einem Statement hervorhebt. Auch für Toyota ist ausschlaggebend, dass in einem aussagefähigen Test die Sicherheit der Fahrzeuge in tatsächlich vorkommenden Verkehrsituationen überprüft werden. Der japanische Hersteller zitiert dabei die US-Verkehrssicherheitsbehörde, deren Daten zufolge frontale Zusammenstöße in dieser Schwere in Wirklichkeit nur in 0,06 Prozent aller Fälle vorkomme.