Detroit. Der Absatz des US-Autobauers General Motors (GM) ist in seinem Heimatland im Oktober zum ersten Mal seit 21 Monaten im Jahresvergleich gestiegen. Mit 177.603 Fahrzeugen seien vier Prozent mehr Einheiten verkauft worden als im entsprechenden Vorjahreszeitraum, teilte das Unternehmen mit. Verantwortlich für die positive Entwicklung ist dem Noch-Eigentümer von Opel zufolge die starke Entwicklung bei den vier Kernmarken Chevrolet, Buick, GMC und Cadillac.
Auch der US-Autobauer Ford hat im Oktober in den USA mehr Fahrzeuge verkauft. Insgesamt wurden in den USA 136.920 und damit 3,1 Prozent mehr Fahrzeuge der Marken Ford, Lincoln, Mercury und der schwedischen Tochter Volvo als vor einem Jahr verkauft, wie aus der Mitteilung des Unternehmens hervorgeht. Im September hatte Ford nach dem Auslaufen der US-Version der Abwrackprämie einen Rückschlag erlitten und 5,1 Prozent weniger Fahrzeuge verkauft.
Der japanische Autobauer Toyota hat im Oktober in den USA einen leichten Absatzrückgang hinnehmen müssen. Mit 152.165 Fahrzeugen seien 3,5 Prozent weniger verkauft worden als im entsprechenden Vorjahreszeitraum, teilte das Unternehmen mit. Die Marke Toyota verzeichnete ein Minus von 5,8 Prozent auf 132.663 Einheiten. Das Luxussegment Lexus verkaufte sich hingegen deutlich besser als im Vorjahr: Hier stieg der Absatz deutlich um 15,5 Prozent auf 19.502 Fahrzeuge.
Unter den deutschen Herstellern konnte Porsche das beste Absatzergebnis erzielen. Der Sportwagenbauer hat in den Vereinigten Staaten im Oktober vom Verkaufsstart des neuen Modells Panamera profitiert. Der Absatz sei im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent auf 1.642 Fahrzeuge gestiegen, teilte das bald zum VW-Konzern gehörende Unternehmen mit. Der seit 17. Oktober in den USA erhältliche Panamera sei 360 mal verkauft worden. Mit dem Plus im Oktober konnte Porsche den Absatz den dritten Monat in Folge steigern. Ohne den Panamera wäre der Absatz gesunken.
Dies geht vor allem auf einen deutlichen Rückgang beim Geländewagen Cayenne - von denen Porsche nur noch 472 und damit 32 Prozent weniger als vor einem Jahr verkaufen konnte. Nach Angaben von Porsche ist dies auf das Alter der Modellreihe zurückzuführen. Der Absatz des 911er-Sportwagens sei um acht Prozent auf 539 gefallen. Zuwächse gab es dagegen bei den Mittelmotor-Sportwagen Boxster und Cayman.
Auch Daimler konnte seinen US-Absatz im Oktober deutlich steigern. Insgesamt seien mit 18.854 Pkw 9,4 Prozent mehr Fahrzeuge verkauft worden als im entsprechenden Vorjahresmonat, teilte das Unternehmen mit. Die Marke Mercedes steigerte die Verkäufe sogar um 21,3 Prozent auf 18.193 Stück. Der Absatz der Marke Smart brach allerdings um 70,4 Prozent auf 661 Fahrzeuge ein.
Der Autobauer Volkswagen hat im Oktober in den USA erneut mehr Autos verkauft als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Insgesamt seien mit 17.037 Einheiten 7,2 Prozent mehr Stück abgesetzt worden, teilte das Unternehmen am Dienstag in Herndon mit. Auch in den vergangenen drei Monaten hatte Volkswagen den US-Absatz steigern können.