Frankfurt – Der deutsche Autoimporteur China Automobile Deutschland will Anfang Februar den Verkauf der umstrittenen Modelle UFO und CEO starten. Mit rund 100 Händlern seien entsprechende Verträge unterzeichnet worden, berichtet die Fachzeitschrift Automotive News Europe (ANE) unter Berufung auf Angaben des Importeurs. Unternehmens-Sprecherin Tatjana Podkatelow sagte der Zeitschrift weiter, beide Modelle hätten inzwischen die notwendigen Zulassungen für den Verkauf in der EU erhalten. Die ersten Lieferungen aus China werden Ende Januar in Deutschland erwartet. Zunächst sollen die beiden SUVs auch in Österreich und Luxemburg verkauft werden. Der UFO soll in Deutschland ab 15.900 Euro kosten, der CEO wird bei 25.900 Euro beginnen.
Die beiden Modelle sind bereits seit längerem umstritten, da sie sich stark an bereits bestehende Fabrikate anderer Hersteller anlehnen. Der von Zhejiang Jonway produzierte UFO wirke wie die zweite Generation des Toyota RAV4, während der CEO von Shuanghuan Automobile äußerst stark an die erste Generation des BMW X5 erinnert, schreibt die Zeitung weiter.
BMW hatte daher bereits im vergangenen Sommer juristische Schritte eingeleitet, um die Markteinführung des CEO zu stoppen. Laut BMW-Sprecher Andreas Lampka hofft das bayerische Unternehmen auf entsprechende Unterstützung der Gerichte. Ein entsprechender Beschluss werde in diesem Jahr erwartet, sagte er der ANE. Demgegenüber verzichtet Toyota Deutschland auf juristische Konsequenzen.