München. Das japanische traditionsunternehmen Panasonic trennt sich laut Informationen der Nachrichtenagentur Reuters wieder von einer seiner verlustbringenden Sparten. Der japanische Konkurrent Funai Electric übernimmt das Sanyo-Fernsehergeschäft in den USA, wird demnach ein Panasonic-Sprecher zitiert. Im Gegenzug bekomme Panasonic jährliche Lizenzzahlungen.
Grund für die Veräußerung dieser Sparte der Unterhaltungselektronik ist der komplette Umbau des Panasonic-Konzerns vom Konsumelektronik-Anbieter zum Zulieferer für verschiedenste Industrien. Der Traditionskonzern macht sich so seit einigen Jahren einen Namen als Lithium-Ionen-Batteriezulieferer für Elektro-Autos und hat es geschafft, mit der Erschließung dieses Geschäftsfeldes wieder Gewinne einzufahren. Jahrelang setzte dem Unternehmen der harte Konkurrenzkampf auf dem Fernsehermarkt durch den Hauptkonkurrenten Samsung zu.
Panasonic ist unter anderem Partner vom amerikanischen Elektroautobauer Tesla Motors. Gemeinsam haben sie vor wenigen Monaten die Gründung der größten Lithium-Ionen-Batteriefabrik in Nevada beschlossen. Die von Tesla-Chef Elon Musk genannte „Gigafactory“ wird errichtet, um künftig durch die Massenfertigung der Batterien die Elektroautos günstiger anbieten und somit einer breiteren Masse zugänglich machen zu können.