Auburn Hills. Chrysler-Chef Dieter Zetsche sieht den amerikanischen Automobilhersteller auf gutem Wege: Nach Agenturberichten erklärte Zetsche gestern in Auburn Hills, nach den Turbulenzen der vergangenen Jahre sei die traditionsreiche US-Marke, die zum DaimlerChrysler-Konzern gehört, nun "über den Berg". Jetzt komme es darauf an, das Unternehmen nach seinem Überlebenskampf zu einem neuen "Standard der Spitzenleistung" zu führen. Nach einem Verlust von 1,9 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr hat Chrysler im zweiten Quartal dieses Jahres einen Gewinn von 781 Millionen Dollar ausgewiesen.
Zetsche betonte, dass Chrysler in der Modellpolitik auch künftig eigenständig agieren wolle. Für den Zeitraum 2002 bis 2004 seien insgesamt elf neue Modelle geplant, darunter ein Minivan sowie ein mit deutscher Technik entwickelter Sportwagen.
Im vergangenen Jahr hatte DaimlerChrysler-Vorstandschef Jürgen Schrempp einen auf drei Jahre angelegten Sanierungsplan für Chrysler präsentiert, der bereits für dieses Jahr ein ausgeglichenes Geschäftsergebnis und für 2003 einen Gewinn vorsieht. Bei Chrysler sollen 26.000 Stellen gestrichen und sechs Werke geschlossen werden.