Detroit/ New York. Die Mehrzahl der in Nordamerika aktiven Autobauer musste im Mai erneut Absatzrückgänge in der Region hinnehmen. Am seit langem schwächelnden US-Markt gelang es unter den deutschen Autobauern nur BMW/ Mini und Daimler, deutlich mehr Fahrzeuge als im Vorjahreszeitraum zu verkaufen. Bei den Münchnern wurden insgesamt 30.819 Pkw der Marken BMW und Mini verkauft, 3,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Den Zuwachs verdankte BMW dabei ausschließlich dem Kleinwagen Mini, dessen Absatz sich um mehr als 50 Prozent auf 6312 Wagen erhöhte. Die Marke BMW verkaufte mit 25.469 Autos dagegen 4,6 Prozent weniger als vor einem Jahr.
Bei Daimler stand bei der Kernmarke Mercedes-Benz bei 21.785 verkauften Fahrzeugen ein minimales Plus von 0,1 Prozent zu Buche. Dank des in den USA neu eingeführten Kleinwagens Smart legte der Absatz beider Marken zusammen aber um 12,4 Prozent auf 24.480 Fahrzeuge zu. Davon entfielen 2695 auf den Smart, der seit Januar in den USA verkauft wird. Die Erfolge von Mini und Smart zeigen, dass sich in den USA der Trend zu kleineren und damit verbrauchsärmeren Fahrzeugen fortsetzt. Der Pkw-Markt in den USA legte im Mai insgesamt um zwei Prozent zu, während der Markt für Light Trucks (Pick-ups etc.) um 24 Prozent einbrach.