München. Der neue Toyota-Kleinwagen IQ wird mit einem Motor angetrieben, der von einem Motorrad abgeleitet worden ist. Dies bestätigten Automotive News Europe (ANE) unabhängig voneinander zwei Firmenquellen. Diese Lösung wurde in Kooperation mit Yamaha entwickelt, der japanische Motorradhersteller wird den Motor für Toyota auch bauen. Nach den Plänen von Toyota soll der 3+1-Sitzer (drei Erwachsene sowie ein Kindersitz hinter dem Fahrer) länger als der Zweisitzer Smart ForTwo (2695 mm), aber kürzer als der viersitzige geplante Kleinwagen von VW (3450 mm) werden. Um den IQ unter einer Gesamtlänge von drei Metern Länge zu halten, hatte Toyota die Kooperation mit Yamaha vorangetrieben. Den Quellen zufolge soll ein zweizylindriger 1.0-Liter-Motor helfen, die ehrgeizigen Ziele umzusetzen.
Die Produktion des neuen Kleinwagens soll Ende nächsten Jahres starten, Lieferungen nach Europa werden im Januar 2009 beginnen. Insgesamt sollen 80.000 Einheiten pro Jahr nach Europa geliefert werden, der Rest der Jahresproduktion – etwa 20.000 Wagen – ist für den Verkauf in Japan vorgesehen. In Europa soll sich der Preis des IQ zwischen dem Aygo und dem Yaris bewegen, das würde etwa 13.000 Euro bedeuten.
Toyota wie auch Volkswagen wollen mit ihren Kleinwagen junge urbane Europäer mit Sinn für gut ausgestatteten City-Autos ansprechen. Zudem könnten diese Modelle den Unternehmen auch helfen, die Schadstoff-Emissionen der gesamten Konzern-Flotten zu senken. Die EU drängt darauf, den CO2-Ausstoß von derzeit 160 auf 120 Gramm pro Kilometer im Jahr 2012 zu senken.