Essen. Der Nachfolger von Burkhard Weller an der Spitze des deutschen Toyota-Händlerverbands heißt Michael Martin. Einstimmig wählten die Delegierten des Verbands auf ihrer Sitzung in Essen den Geschäftsführer des Würzburger Autohauses Stumpf. Martin kündigte an, den Importeur zu besseren Leistungen treiben zu wollen. "Wir werden weiter konstruktiv und kritisch den Dialog mit Toyota suchen", sagte Martin nach seiner Wahl. Der 46-Jährige forderte allerdings auch, der Importeur müsse in Deutschland "frecher und selbstbewusster" auftreten. Die Zusammenarbeit mit der Deutschlandzentrale sei dabei nicht immer einfach. Martin kritisierte, Entscheidungsfindungen würden zu lange dauern. "Die Flexibilität ist gelegentlich mit einer Bahnschranke gleichzusetzen", sagte der neue Verbandspräsident.
Martin tritt in die Fußstapfen von Burkhard Weller, der mit einer kleinen Unterbrechung insgesamt 21 Jahre an der Spitze des Verbands stand und in dieser Zeit viele Kämpfe mit den Verantwortlichen des Herstellers in Brüssel und Japan ausgetragen hat. Weller machte den Verbandskollegen keine Hoffnungen, dass Toyota in Deutschland wieder Verkaufszahlen um die 140.000 Einheiten jährlich erreichen könnte. "Unsere derzeitige Jammerei ist nicht notwendig, denn wir haben derzeit ein ganz normales Tagesgeschäft", sagte Weller.