München. Toyota hat in Japan eine etwas skurril anmutende Initiative gestartet, die die zu erwartenden Rückgänge bei den Absatzzahlen für das noch laufende Geschäftsjahr 2008/2009 etwas abfedern soll. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters wurden die rund 2200 leitenden Angestellten angewiesen, bis zum 31. März ein Auto – einen Toyota natürlich – zu kaufen. "Das ist keine firmenpolitische Entscheidung, aber offenbar haben einige Manager diese Idee in einem informellen Treffen ausgearbeitet", sagt ein Unternehmenssprecher in Tokio.
Toyota plagt derzeit eine bislang nicht gekannte Absatzkrise. Allein in Deutschland gingen die Neuzulassungen im vergangenen Jahr um 27 Prozent zurück. In den japanischen Fabriken müssen rund 35.000 Arbeiter für jeweils zwei Tage bei reduzierten Bezügen zuhause bleiben. Der Konzern erwartet für das am 31. März endende Geschäftsjahr ein operativen Verlust von umgerechnet 1,2 Milliarden Euro.