München. Nur mit der richtigen Markenpolitik und einem scharfen Markenprofil werden Autobauer künftig auf dem hart umkämpften chinesischen Markt erfolgreich sein können. Zu diesem Ergebnis kommen die Berater von Simon, Kucher und Partner in einer aktuellen Analyse. Bereits heute stehen in China mehr als 150 Modelle von über 80 Marken im Wettbewerb. Tendenz: Stark steigend. Der chinesische Markt entwickelt sich rasant. Gab es in den 90er Jahren noch zehn Modelle von fünf Marken, zählte man 2001, ein Jahr nach dem Beitritt Chinas zur Welthandelsorganisation, bereits 108 verschiedene Modelle. In diesem Jahr werden es der Analyse zufolge 170 sein (Grafik).
"Das seit Mitte der 80er Jahre herrschende Oligopol der Automobilpioniere VW, Toyota, Suzuki und der PSA-Gruppe brach in kürzester Zeit zusammen", schreiben die Berater. Besonders Volkswagen habe es nicht geschafft, seine einst dominante Stellung im chinesischen Markt zu halten. Der Marktanteil von VW in China, dem wichtigsten Absatzmarkt nach Deutschland, ist von 55 Prozent im Jahr 2001 auf aktuell rund 18 Prozent zurückgegangen. Nur das starke Wachstum des chinesischen Automarktes - von 2001 bis 2006 um durchschnittlich 32 Prozent pro Jahr - ließ den VW-Absatz von 360.000 auf 625.000 Einheiten steigen.