Köln. Die Strahlenbelastung in Japan sorgt auch für Ängste bei Autokunden in Deutschland. Mehrere japanische Marken und etliche Zulieferer wollen deshalb ihre nach Europa und Amerika exportierten Autos und Kfz-Teile auf Radioaktivität prüfen. Belastete Produkte würden auf keinen Fall ausgeliefert, betonten die Unternehmen unisono.
Der am stärksten betroffene Automobilimporteur ist Mazda, weil der Hersteller keine Werke in Europa betreibt und sämtliche Fahrzeuge aus Japan bezieht. Einzelne Händler und Kunden hätten sich deshalb besorgt über das Strahlenrisiko gezeigt, berichtet Unternehmenssprecher Jochen Münzinger. Diese Sorgen seien aber unbegründet. "Wir werden durch entsprechende Überprüfungen sicherstellen, dass kein kontaminiertes Fahrzeug oder Ersatzteil in den Handel gebracht wird“, versichert er. Zudem seien die Werke in Hiroshima und Hofu rund 1000 Kilometer vom Reaktor Fukushima entfernt, auch die meisten Zulieferer befänden sich außerhalb der kritischen Region.