Die Fahrzeuge mit dem niedrigsten Verbrauch auf dem deutschen Markt rechnen sich in der Gesamtbilanz für den Fahrer nur selten. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Center of Automotive der Fachhochschule der Wirtschaft Bergisch Gladbach. Darin wurde der jeweilige Marktführer eines Segments mit seinen Konkurrenten verglichen. Bewertet wurden sowohl Anschaffungspreis als auch Kraftstoffkosten bei einer jährlichen Laufleistung von 15.000 Kilometern und fünfeinhalb Jahren Haltedauer. Das meistverkaufte Fahrzeug einer Klasse ist der Studie zufolge in keinem Fall das günstigste Modell und auch nie das Fahrzeug mit dem geringsten Verbrauch.
Das Hybrid-Modell Toyota Prius II beispielsweise schneidet in der unteren Mittelklasse am schlechtesten ab, obwohl der Prius mit 4,3 Litern auf 100 Kilometer den niedrigsten Benzinverbrauch auf dem deutschen Markt hat. Diesen Vorteil macht der hohe Grundpreis von fast 25.000 Euro allerdings zunichte. So entstehen dem Fahrer eines Prius in fünfeinhalb Jahren 5160 Euro mehr Kosten als dem Fahrer eines VW Golf 1.9 TDI. Der Golf als meistgekauftes Modell der unteren Mittelklasse ist dabei keineswegs das günstige Auto. Er liegt in der Gesamtbetrachtung 2730 Euro über dem Hyundai i30 1.6 CRDi, der 0,3 Liter weniger Diesel für 100 Kilometer braucht.