Frankfurt/Main. Die tschechische VW-Tochter Skoda wird ihre Pkw-Palette in naher Zukunft von drei auf fünf Modellreihen ausbauen und will die Fertigung von Fahrzeugkomponenten für den VW-Konzern forcieren. Wie aus dem Management verlautet, plant Skoda, bis Ende 2006 in der Montage rund 1.500 neue Mitarbeiter einzustellen. Überdies suche man für die Technische Entwicklung "etliche zusätzliche Ingenieure", erklärte Markenchef Detlef Wittig.
Grünes Licht hat der Vorstand jüngst für die Konstruktion eines kompakten Geländewagens in der Art der Studie "Yeti" erteilt. "Wir wollen das Auto unbedingt bringen", so Wittig. Nach intensiven Analysen der Zielkundschaft habe sich Skoda auch für den Einsatz eines Allradantriebs entschieden; anlaufen könnte die Serienproduktion des Yeti bereits Anfang 2009. Der Bau des neuen Skoda-Vans "Roomster" wird schon Anfang nächsten Jahres starten. Nach der Präsentation beim Genfer Salon sollen die ersten Einheiten im Sommer in Kundenhand kommen.
Angesichts der Prüfung aller VW-Komponentenwerke auf Sparpotenziale durch Konzernvorstand Wolfgang Bernhard richtet sich Skoda auf die Übernahme zusätzlicher Fertigungsumfänge ein: "Wir sind kostenseitig gut aufgestellt", sagt Produktionschef Horst Mühl. So wird Skoda im Stammwerk Mladá Boleslav die Montage des Getriebetyps MQ 200 ausbauen – im VW-Werk Kassel und in der Seat-Fabrik Prat (Spanien) wird die Produktion dieser Schaltung reduziert. Auch in der "Auftragsentwicklung für andere VW-Marken", so Wittig, wolle Skoda "noch zulegen".
Mit Hochdruck prüft das Management derzeit "industrielle Engagements auf den Wachstumsmärkten Russland und Iran" (Wittig), etwa in Form eigener Pkw-Montagewerke. Der Markteintritt in Australien ist für 2006 geplant.