Mladá Boleslav. Die tschechische VW-Tochter Skoda Auto will ihre Produktions- und Vertriebsaktivitäten auf ausgesuchten Wachstumsmärkten Asiens intensivieren. "Die Marke Skoda steht für Produktkonzepte, die den Kundenbedürfnissen der Emerging Markets entsprechen", erklärte Vorstandschef Detlef Wittig auf Anfrage von Automobilwoche. Von Bedeutung seien in Ländern wie China und Indien insbesondere "viel Auto und Raum für einen günstigen Anschaffungspreis bei hoher Qualität und Zuverlässigkeit".
Große Hoffnungen verbindet Skoda dabei mit dem geräumigen Fünfsitzer Octavia. So haben die Tschechen im April einen Lizenzvertrag mit Shanghai Volkswagen geschlossen, der die Fertigung der Mittelklasselimousine ab 2007 in China regelt. Ein wichtiges Ziel der Vereinbarung lautet, "möglichst viele Teile für die Produktion direkt aus China zu beziehen, um so einen hohen Wirtschaftlichkeitsfaktor zu erreichen".
Im indischen Aurangabad unterhält Skoda bereits seit 2004 ein CKD-Werk, in dem die Modelle Octavia und Superb montiert werden.
Da Nationen wie Indien, China und Russland "höchstes Wachstumspotential" böten, so Markenchef Wittig, "wird Skoda sich zur eigenen Weiterentwicklung intensiv um diese Märkte bemühen".