Mlada Boleslav. Bei der tschechischen Volkswagen-Tochtergesellschaft Skoda droht eine Schmiergeldaffäre. Einem Magazin-Bericht zufolge ist Helmuth Schuster, 51, der vor kurzem ausgeschiedene Skoda-Personalchef, ins Visier der VW-Konzernrevision geraten. Schuster habe Schmiergelder von Zulieferunternehmen verlangt und mit Hilfe von Strohmännern verdeckte Geschäfte mit dem eigenen Unternehmen getätigt.
Schuster gehörte dem Skoda-Vorstand um den früheren VW-Manager Detlef Wittig vier Jahre an und arbeitete seit 1991 für den VW-Konzern. Ein Sprecher von Skoda wollte die Vorwürfe unter Hinweis auf die "noch nicht abgeschlossenen Untersuchungen" gegenüber Automobilwoche nicht kommentieren.