München. Der tschechische Volumenhersteller Skoda wird seine Modellpalette um einen kompakten Geländewagen in der Art der SUV-Studie "Yeti" ergänzen. "Das Management hat sich jetzt endgültig dafür entschieden", gab der Skoda-Vorstandsvorsitzende Detlef Wittig im Gespräch mit Autobilwoche bekannt. Damit zielt Skoda auf ein Fahrzeugsegment, das nach einhelliger Auffassung von Branchenbeobachtern in den kommenden Jahren zu den lukrativsten zählen wird. "Nach unserer Einschätzung sind die Sports Utility Vehicles das große Wachstumssegment im europäischen Automarkt", sagt etwa Professor Ferdinand Dudenhöffer, Geschäftsführer des Prognoseinstituts B & D Forecast. Insbesondere kompakte SUVs wie der geplante Skoda Yeti stünden vor einem enormen Nachfrageschub. Da die Ingenieure um Skoda-Entwicklungschef Harald Ludanek nach dem jüngst erfolgten Design Freeze des Yeti nur rund 30 Monate bis zum Serienanlauf benötigen, ist mit der Markteinführung des auf Fabia- und Octavia-Komponenten basierenden SUV bereits im Frühjahr 2009 zu rechnen.
Die Neuauflage ihres Kompaktmodells Fabia wollen die Tschechen schon auf dem Genfer Salon im März 2007 präsentieren. In den Handel kommt das fünfsitzige Einstiegsmodell jedoch erst im Spätsommer – zunächst in der Schrägheckvariante. Zu den Technik-Highlights des Fronttrieblers (interner Code: SK 250) zählt ein optional erhältliches Direktschaltgetriebe (DSG), das VW für die Polo-Klasse entwickelt. Auch die Sprit sparenden TSI-Maschinen des Mutterkonzerns sollen zum Einsatz kommen. Skoda-Chef Wittig: "Unsere Kunden sind an Verbrauchssenkungen interessiert". Da Wittig bei Einpreisung und Basismotorisierung keinen Handlungsbedarf sieht, wird der neue Fabia wie der aktuelle Typ als 55-PS-Benziner für rund 10.000 Euro zu haben sein. Die Front des Fabia II ähnelt jener des ab 2. September 2006 erhältlichen Skoda-MPV Roomster. (kro/feb)