München. Russland hat sich zum größten europäischen Absatzland für asiatische Autohersteller entwickelt und damit traditionelle Märkte wie Deutschland sowie Großbritannien von der Spitze verdrängt. „Japanische und koreanische Hersteller bieten eine breite Palette von drei- und fünf-türigen Modellen an, die perfekt zum Geschmack der russischen Käufer passen“, sagte Vassil Stavrev, Analyst bei Global Insight Eastern Europe, der Fachzeitschrift Automotive News Europe (ANE). Lexus, Subaru, SsangYong, Toyota, Nissan und Kia verkauften in Russland 2007 mehr Wagen als in anderen europäischen Staaten. Bereits 2005 hatten Mitsubishi und Hyundai dies erreicht, in diesem Jahr könnte der Verkaufserfolg nach Analystenschätzung auch Mazda und Suzuki gelingen.
Nach den Angaben von PricewaterhouseCoopers wurden in Russland im Jahre 2007 insgesamt 2,41 Millionen Fahrzeuge verkauft (2006 1,81 Mio), davon 1,64 Millionen ausländische Fabrikate. Der Anteil chinesischer Hersteller daran nimmt sich vorerst noch bescheiden aus, wächst aber ebenfalls rasant. Great Wall Motor verkaufte 2007 6.238 Autos in Russland, eine Steigerung um 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Cherry Automobile legte gar um 245 Prozent zu und setzte 37.120 Einheiten ab, insgesamt Platz 13 bei den meistverkauften ausländischen Marken deutlich vor Chrysler, Saab, Alfa Romeo und anderen.