Essen. Die Pkw-Neuzulassungen in Russland haben 2007 erstmals die Grenze von zwei Millionen überschritten. Mit 2,35 Millionen Neuzulassungen lag Russland auf der Liste der größten Neuwagenmärkte Europas auf Rang vier hinter Deutschland, Italien und Großbritannien. Während die etablierten europäischen Märkte künftig weitgehend stagnieren, ist ein Ende der Nachfragedynamik in Russland nicht absehbar, schreibt das Marktforschungs- und Beratungsunternehmens R. L. Polk in einer aktuellen Studie. Spätestens 2010 wird Russland demnach der größte Absatzmarkt für neue Pkw in Europa sein.
Bis zum Jahr 2002 wurden laut der Studie in Russland jährlich nur zirka eine Million neue Pkw abgesetzt. In den vergangenen fünf Jahren jedoch wuchs die Nachfrage um gut 140 Prozent. "Und ein Ende ist nicht absehbar", so Studienleiter Ulrich Winzen. Er prognostiziert für die kommenden drei Jahre weiteres Wachstum von rund 60 Prozent. Damit würde die Zahl der Neuzulassungen auf über 3,7 Millionen pro Jahr steigen, ein Niveau, das "aus heutiger Sicht für kein anderes europäisches Land mehr erreichbar sein wird, auch nicht für Deutschland", so die Studie.