München. Ein schöneres Weihnachtsgeschenk kann es für die Beschäftigten der deutschen Autoindustrie bei näherer Betrachtung kaum geben: Viele Arbeitnehmer müssen früher an die Bänder zurückkehren als üblich. Vor allem die deutschen Premiumautobauer verkürzen ihre übliche Weihnachtspause meist um die Hälfte, um die Produktion möglichst unter Dampf zu halten. Die Volumenhersteller VW, Ford und Opel dagegen lassen ihre Mitarbeiter in eine meist zweiwöchige Produktionspause gehen.
"Die Auftragslage bei Audi ist hervorragend, die Werke sind voll ausgelastet”, so ein Sprecher. Audi ist auf gutem Weg, den angepeilten Rekordabsatz von 1,3 Millionen Fahrzeugen in diesem Jahr zu übertreffen. Wegen üblicher Instandsetzungs- und Umbaumaßnahmen ruht die Produktion in Ingolstadt, Neckarsulm, Györ und Brüssel aber dennoch vom 26. Dezember bis 8. Januar. Im chinesischen Werk Changchun gibt es keine Werksferien. Um der steigenden Nachfrage in dem Wachstumsmarkt auch langfristig zu entsprechen, baut Audi zurzeit ein zweites Werk in südchinesischen Foshan.