Stuttgart. Bei Porsche in Zuffenhausen wird auch im kommenden Jahr kurzgearbeitet. "Vor dem Hintergrund der unsicheren Absatzentwicklung auf einzelnen Märkten" haben Vorstand und Betriebsrat der Porsche AG beschlossen, die Kurzarbeit bis Ende März 2010 zu verlängern, teilte Porsche am Donnerstag mit. Rund 2300 Mitarbeiter werden demnach in den kommenden drei Monaten an insgesamt 16 Tagen nicht arbeiten. So sollen 2240 Sportwagen weniger gebaut werden. Die Beschäftigten in dem Werk, in dem der 911er und der Boxster gebaut werden, sind bereits seit September in Kurzarbeit.
Dank flexibler Arbeitszeitmodelle war es Porsche in den vergangenen Jahren gelungen, Absatzschwankungen in der Produktion auszugleichen. Im Herbst 2009, so heißt es in der Mitteilung, hatten die Arbeitszeitkonten jedoch eine Untergrenze erreicht, sodass Vorstand und Betriebsrat beschlossen haben, für den Zeitraum von September bis Dezember 2009 insgesamt 18 Kurzarbeitstage anzumelden. Es war das erste Mal seit 1995, dass der Sportwagenhersteller in Zuffenhausen auf das Mittel der Kurzarbeit zurückgreifen musste.
Nicht betroffen von der Kurzarbeit ist das Leipziger Porsche-Werk, in dem neben dem sportlichen Geländewagen Cayenne auch der Gran Turismo Panamera produziert wird. Porsche-Chef Michael Macht hatte bereits bei der Bilanz- Pressekonferenz Ende November gesagt, von August bis Oktober seien die Verkäufe erneut geschrumpft. Für das laufende Geschäftsjahr 2009/2010 (31. Juli) stellte der Manager aber wieder Zuwächse in Aussicht. Im abgelaufenen Geschäftsjahr verkauften die Schwaben mit 75.238 Sport- und Geländewagen 24 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.