Frankfurt. Zum ersten Mal in der Geschichte der Internationalen Automobil-Ausstellung Personenwagen (IAA Pkw) werden Automobilhersteller und ihre Zulieferunternehmen an so genannten OEM-Tagen (Original Equipment Manufacturer) teilnehmen können. Auf Initiative des Verbands der Automobilindustrie (VDA) sollen in der zweiten Woche der diesjährigen IAA Pkw, also zwischen dem 15. und dem 21. September, Entwicklungsingenieure, Einkäufer und Logistikmanager in Fachgesprächen und Experten-Gruppen von 20 Teilnehmern aufwärts aktuelle Branchenthemen erörtern.
Nach Angaben des VDA können die neuen IAA-Zirkel dazu dienen, Technologietrends früher zu erkennen und Zulieferer besser in die Wertschöpfungskette einzubinden. Zudem seien die OEM-Tage als eine Art Informationsbörse für die Anbahnung neuer Geschäfte gedacht. Unter dem gemeinsamen VDA-Dach sollen die Beziehungen von Herstellern und Zulieferern insgesamt gestärkt werden. Dabei werden die OEM-Tage nicht auf VDA-Mitgliedsfirmen beschränkt, sondern auch für ausländische Aussteller zugänglich sein.
Mit den neuen OEM-Tagen will der VDA die IAA Pkw als internationale Technologieplattform weiter ausbauen. VDA-Präsident Bernd Gottschalk im Gespräch mit Automobilwoche: "Ich werde dem Bundeskanzler bei der Eröffnung der IAA deutlich sagen: `Dies ist keine alte Industrie der Blechbieger, sondern die führende Hightech-Branche´".