Hamburg. Der künftige Vorstandsvorsitzende des Volkswagen-Konzerns, Bernd Pischetsrieder, plant eine signifikante Ausweitung der Modellpalette. Dies meldet das Hamburger Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL in seiner neuesten Ausgabe.
Das Blatt berichtet von Pischetsrieders Auftritt vor 200 VW-Führungskräften im Rahmen eines "Top-Management-Meetings" und seiner Bestandsaufnahme der Modellpolitik, die der noch bis April 2002 amtierende Unternehmenslenker Ferdinand Piech zu verantworten hat.
"Als globaler Hersteller muss man breiter aufgestellt sein", wird Pischetsrieder, als Vorstand derzeit noch zuständig für das Qualitätswesen und die Marke SEAT, in dem SPIEGEL-Beitrag zitiert. So habe VW derzeit "leider keinen Roadster (in der Kleinwagenklasse; d. Red.) zu bieten".
Piech, so der SPIEGEL weiter, "saß in der ersten Reihe und lächelte scheinbar zufrieden, als sei er exakt der gleichen Meinung".
Als Hintergrund für Pischetsrieders "freundlich" formulierte, aber doch unmissverständliche Kritik an Ferdinand Piech vermutet DER SPIEGEL terminliche Zwänge: Der frühere BMW-Chef wolle "schon vor seiner offiziellen Amtsübernahme im nächsten April Einfluss auf die Investitionsplanung nehmen, die der Aufsichtsrat am 23. November verabschieden soll".
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