Wolfsburg. Volkswagen will den Preispoker der Automobilhersteller mit den Zulieferern nicht weiter verschärfen. Trotz der Ankündigung von Opel-Chef Carl-Peter Forster, den neuen Astra aufgrund von Kostensenkungen bei Zulieferteilen deutlich günstiger als den neuen Golf anbieten zu können, hält Pischetsrieder eine weitere Preissenkung bei den Zulieferbetrieb von Volkswagen nicht für sinnvoll. Der Münchner Branchenzeitung Automobilwoche sagte Pischetsrieder: "Ein Lieferant, der bankrott geht, ist bald kein Lieferant mehr. Mit Preissenkungen bei einem Zulieferer mag sich ein Autohersteller kurzfristig einen Vorteil verschaffen können. Auf lange Sicht aber muss die Zusammenarbeit für beide auskömmlich sein. Solide Partnerschaft ist da weit mehr wert als kurzfristig ein paar Cent Discount." Forcieren will Pischetsrieder allerdings die Nutzung gemeinsamer Komponenten und Module durch die Konzernmarken, um ohne höhere Kosten die Modellpalette zu erweitern. "Ein Auto trägt immer die Handschrift der Ingenieure und Designer, die für die jeweilige Marke arbeiten. Dennoch lassen sich auch markenübergreifend Synergien schaffen, ohne den Typus eines Autos zu verwässern."
Von dieser gemeinsamen Nutzung erhofft sich Pischetsrieder eine "erhebliche Verbreiterung der Angebotspalette, ohne entsprechenden Mehraufwand leisten zu müssen. Das kann nur funktionieren, wenn Sie für neue Modelle nicht jedes Teil von vorn entwickeln müssen." Der Volkswagen-Konzern wolle durch dieses Konzept die Zahl der Grundmodelle erheblich steigern. Pischetsrieder: "Bis zum Jahr 2007 wollen wir in der Volkswagen AG auf 65 bis 70 verschiedene Grundmodelle kommen. Noch liegt dieser Wert bei 55."