München. Paranoia fördert den beruflichen Aufstieg. Dass hohe Misstrauen anderen gegenüber und die damit einhergehende ständige Aufmerksamkeit für potenziell unvorteilhafte Situationen helfen paranoiden Menschen, in Unternehmen nach oben zu kommen. Das ist das Ergebnis einer Studie von Niels Van Quaquebeke, Professor an der Kühne Logistics University (KLU) in Hamburg.
Um Karriere zu machen, reichen Abschlüsse und Erfahrung allein nicht aus. Es kommt auch auf bestimmte Persönlichkeitseigenschaften an. „Man muss auf dem sozialen Parkett tanzen können“, beschreibt Van Quaquebeke die Anforderungen. Er sieht Menschen mit paranoiden Persönlichkeitseigenschaften dabei im Vorteil.
„Merkmale einer paranoiden Persönlichkeit sind unter anderem das Gefühl, von anderen hintergangen und ausgenutzt zu werden. Die Betroffenen vermuten überall um sie herum feindselige Haltungen ihnen gegenüber“, erklärt Van Quaquebeke. Das führt zu einer genauen Beobachtung der sozialen Umgebung und einer häufig wechselnden Einteilung in Freund und Feind.