München. Die Autohersteller Ford und Toyota haben die Umsatzrückgänge in Westeuropa dank eines boomenden osteuropäischen Marktes auffangen können. Ford musste in den ersten neun Monaten dieses Jahres Einbußen von 0,7 Prozent im Westen Europas hinnehmen. In Osten dagegen wurde ein Plus von 37 Prozent verbucht, das einen Zuwachs in der Gesamtbilanz von 1,1 Prozent ermöglichte. "Diese Nachfrage hat unsere Lieferkapazitäten überschritten”, sagte Stephen Odell, Vice President von Ford of Europe der Automotive News Europe. "Wir erwarten, dass sich diese Nachfrage im kommenden Jahr fortsetzt“.
Toyota gab unterdessen für den Vergleichszeitraum die zweithöchste Verkaufssteigerung seiner Modelle in Europa bekannt, um 11.377 auf 61.206 Fahrzeuge. Zwar stellen die zehn osteuropäischen Staaten nur insgesamt ein Vierzehntel des westeuropäischen Automarktes dar, dennoch erwarten die Hersteller hier das größte Wachstum. "Man könnte davon ausgehen, dass die Kunden in einem weniger entwickelten Markt vor allem preiswerte und einfache Autos erwarten," sagte Odell. "Die Wahrheit ist, dass die Menschen dort genau das wollen, was auch in anderen Märkten nachgefragt wird: Autos, die sie als erfolgreich darstellen“.