Brüssel/ Frankfurt. Die Pkw-Neuzulassungen in Europa sind im vergangenen Jahr auf den tiefsten Stand seit 15 Jahren gesunken. Mit 14,7 Millionen Fahrzeugen betrug der Rückgang knapp acht Prozent, teilte der Verband der europäischen Automobilhersteller (ACEA) am Donnerstag mit und bestätigte damit die Zahlen des Verbands der deutschen Automobilindustrie (VDA) vom Vortag. Laut VDA lag der Anteil der deutschen Marken am westeuropäischen Automarkt bei 47 Prozent, in den neuen EU-Ländern betrug er 44 Prozent. 53 Prozent der neu verkauften Pkw in Europa waren Dieselfahrzeuge.
Im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise verloren die Käufer laut ACEA besonders in der zweiten Jahreshälfte die Lust am Neuwagenkauf. In Westeuropa fiel der Rückgang mit mehr als acht Prozent stärker aus als in den neuen EU-Mitgliedsstaaten, die ein Minus von knapp einem Prozent verbuchten. In Westeuropa hat sich laut VDA "vor allem in der zweiten Jahreshälfte die Lage dramatisch" verschlechtert. Zweistellige Minusraten verbuchten etwa die Volumenmärkte in Spanien, Italien und Großbritannien. In Deutschland ging die Nachfrage um rund zwei Prozent zurück. Zuwachsraten verzeichneten unter anderem die Märkte in Belgien und der Schweiz.